Projekte 2008/2009


Das Barbie-Projekt - wie alles begann…und vorläufig endete…

Barbie Projekt

Eine Zeitlang beschäftigten wir uns in der BF2WV08 mit dem Thema „Bewerbung“. In diesem Zusammenhang lasen wir einen Zeitschriftenartikel, in dem von Personalchefs berichtet wurde, die im Internet nach Bewerbern recherchierten. Unser damaliger Lehrer Herr Roder schlug uns vor, aus dem Artikel eine Geschichte zu entwickeln und damit an einem Wettbewerb der Landeszentrale für politische Bildung zum Thema Datenschutz teilzunehmen. Wir begannen uns Gedanken zu machen, wie man die Geschichte am besten erzählen könnte. Nach langem Grübeln fanden wir endlich eine gemeinsame Lösung: Die Barbie als Hauptdarstellerin! Im ersten Moment eine seltsame Idee für eine Berufsbildende Schule, aber es klappte gut. Gemeinsam einigten wir uns auf die folgende Geschichte: Barbie Glas, eine Schülerin der BF2 an unserer Schule bewirbt sich bei einem Unternehmen für einen Ausbildungsplatz. Ihre Noten sind gut, die Bewerbung auch. Der Personaler des Unternehmens ist beeindruckt von der Bewerbung und recherchiert über sie im Internet. Dabei findet er ihr Profil bei „Wer kennt wen“. Die Schülerin hat dort sehr private Fotos und Daten von sich gespeichert… wir wollen aber nicht zu viel verraten, schaut euch doch einfach unseren Comic an.

Die antike Methode „Handgemacht sieht schöner aus!“ fanden wir schließlich am besten. Ganz kreativ gestalteten wir die Schauplätze der Geschichte, z.B. ein Bad, eine Disco oder einen Briefkasten mit den verrücktesten Ideen. Knips! Und die ersten Bilder für das Projekt waren fertig. Ganz stolz waren wir als der Comic in gebundener Form vor uns lag. Gespannt warteten wir auf eine Nachricht der Wettbewerbsjury. Und endlich kam die Nachricht: Als wir erfuhren, dass wir den 1. Platz belegt haben und nach Mainz zur Preisverleihung eingeladen werden, waren wir schon überrascht. Bei der Preisverleihung wurden wir für unseren Comic geehrt und konnten andere Schülerarbeiten anschauen, die ebenfalls gut waren und daher auch ausgezeichnet wurden. Als Preis wurde uns eine Tagesfahrt spendiert, die wir uns selbst organisieren durften. Wir entschieden uns ins Haus der Sinne nach Wiesbaden zu fahren und anschließend gemeinsam zu grillen. Damals dachten wir, dass dies ein schöner Abschluss für das Projekt war, doch das Projekt ließ uns nicht los…

Im Oktober teilte Herr Roder uns, also den Schülern der damaligen BF2 und jetzigen HBF-Schülern, mit, dass wir vom Landesbeauftragen für den Datenschutz in Rheinland-Pfalz, Herrn Eduard Wagner, zu einer Konferenz in Mainz eingeladen werden. Wir sollten bei dem Treffen der Landesbeauftragen der Bundesländer unser Projekt präsentieren. Natürlich nahmen wir die Einladung gerne an. Und so verlief der Tag: Am 28.10.09 war es so weit. Noch vor 7 Uhr trafen wir uns am Bahnhof, wobei die meisten beim Gehen noch geschlafen haben. 45 Minuten verbrachten wir im Zug, die wir mit guter Laune ausnutzten. Damit wir uns beim Vorstellen des Projektes auf keinen Fall blamieren, lud uns Herr Roder noch zum Frühstück ein, um nebenbei die Präsentation noch einmal zu üben. Nach der „Generalprobe“ fuhren wir in das Büro des Landesbeauftragten, wo uns Herr Wagner erwartete. Da noch nicht alle Teilnehmer da waren, machte Herr Wagner mit uns einen Rundgang und informierte uns über seinen Aufgabenbereich.

Nach der Führung waren auch schon die Landesvertreter aus ganz Deutschland, die auf das Thema „Datenschutz“ spezialisiert sind und eine Bundesbeauftragte für den Datenschutz anwesend. Unsere Präsentation stand erst als zweiter Tagesordnungspunkt auf dem Programm. Schon ganz aufgeregt hörten wir zunächst einem Referat zur Initiative „Watch your Web“ zu. Nach dem Referat wurde eine kurze Pause angesetzt. Herr Wagner beruhigte uns noch einmal und gab uns noch einige letzte Tipps. Zu unserer Überraschung durften wir uns zur Präsentation mit an den Konferenztisch setzen. Nun waren wir dran. Das war unser Moment. Ganz locker hielten wir gemeinsam das Referat. Offensichtlich waren die Landesbeauftragen froh, endlich mal Jugendliche an ihrem Tisch sitzen zu haben, jedenfalls stellten sie uns sehr viele Fragen, die wir selbstbewusst beantworteten. Einige Fragen waren sehr kompliziert und schwer zu beantworten, aber auch das brachte uns nicht wirklich aus der Ruhe. Herr Wagner stellte uns eine noch nicht veröffentlichte Informationsbroschüre für Jugendliche vor, die wir durchsehen und ihm eventuell Verbesserungsvorschläge mitteilen sollten. Schließlich verabschiedeten wir uns mit dem Gefühl, dass unser Projekt und unsere Meinung von den Teilnehmern der Konferenz sehr ernst genommen wurden.

Anschließend führte uns Herr Gube, der Leiter des damaligen Wettbewerbs, ein bisschen in Mainz rum und erzählte uns Geschichten zur Stadtgeschichte, die uns sehr interessierten. Nachdem wir einen Blick in den Landtag geworfen und über dessen Geschichte informiert wurden, lud uns Herr Gube zum Mittagessen im Restaurant des Landtags ein. Mittlerweile schon ganz hungrig begaben wir uns dort hin. Wir amüsierten uns und unterhielten uns gut. Nach einem abschließenden Espresso kam nun die Zeit Abschied zu nehmen. Noch immer begeistert fuhren wir wieder zurück nach Frankenthal. So fand das Projekt „Barbie Glas“ sein (vorläufiges) Ende. Wir danken Ihnen, Herr Wagner, dass wir die Möglichkeit hatten, zu Ihnen zu kommen.
Ciao

© Fatma Sahin, Dario Marino, Islam Hoti, Maurizio Zito und Herr Roder

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