Projekte 2009/2010


Projekte innerhalb des Religionsunterrichtes:

BF 1 Me 09a - ... Wenn die Angst mich auffrisst!

Im Winter 2009/2010 stellten Schüler der BF1Me09a im Religionsunterricht sehr existentielle Fragen: Warum habe ich Angst? Wozu ist Angst gut? Wie kann ich mit ihr umgehen? Alle waren sich einig: Da müssen gute Antworten her.

Zunächst beschäftigte sich die Klasse mit Angst überhaupt und lernte alltägliche Ängste von bedrohlicher Lebensangst zu unterscheiden. Wobei manche in der Klasse beides kannten ...

Dann entdeckten die Schüler, dass Angst ein wichtiges Überlebensprogramm ist, um Gefahren zu erkennen und zu umgehen. - Es blieb trotzdem die Frage, wie man mit Angst leben kann.

Bewährte Lebenserfahrungen sollten bei dieser Aufgabe helfen.

So erfuhren die Schüler von den Ängsten und Nöten der Menschen, die das Buch der Offenbarung (Johannes-Apokalypse) geschrieben hatten: sie hörten von Didaktur, Unterdrückung, Ohnmacht, Flucht, Zerstörung und Verfolgung - aber auch davon, dass sich Menschen, wenn sie sich in solchen Situationen befinden, gegenseitig Trost geben können. Der Trost der Menschen in der Johannes-Offenbarung war die Hoffnung darauf, dass letztlich nicht das Böse, sondern das Gute siegt und dass Gott nach dem Untergang des Bösen eine neue wunderschöne Welt aufbauen wird.

Was von der Reise in die christliche Tradition und Vergangenheit blieb?
Dass es sich lohnt sich seiner Angst zu stellen und darauf zu vertrauen, dass auch nichts einf ach nur sinnlos passiert. Dass es gut ist, wenn man sich mit anderen über seine Angst austauschen kann. Dass Trost die Angst nicht unbedingt nimmt, aber erträglicher machen kann. Aber die Schüler stellten auch fest, dass der Körper die Hoffnung nicht immer annehmen will. Die Angst ist größer.

Also blieb die Frage, was man noch tun kann, um sich der täglichen Angst zu stellen und nicht zu zerbrechen.

In Asien haben die Menschen mit der Zeit Techniken entwickelt, die zunächst der Erhaltung der Gesundheit dienten, z.B. das QiGong. Diese Atemtechnik half dann später Kampftechniken zu perfektionieren, die der Verteidigung in bedrohlichen Lagen dienten. Doch schließlich entdeckten die Menschen, dass die täglichen Übungen nicht nur den Körper gesund erhielten, sondern auch die Seele stabil machten. So entwickelte sich u.a. TaiChi. Ein stabiler Körper sorgt dafür, dass die Seele sich besser der Angst stellen kann? - Warum nicht ausprobieren.

Das Ergebnis dieses Abenteuers mit asiatischer Tradition?
Die überraschende Erfahrung, dass eine kranke Seele zumindest einen Körper in Balance braucht, um wieder auf die Reihe zu kommen. Dass Ruhe gut tut. Die Einsicht, dass Aggression und Gewalt kein Zeichen von Stärke, sondern oft von großer Angst und Unsicherheit ist; dass die 24 Stunden eines Tages Struktur und Rhythmus brauchen, um Körper und Seele in Balance zu erhalten. Und: Diese Balance im Körper kann helfen Angst zu bewältigen.

Körper und Geist sind halt doch eine Einheit ...!

 


BF1HW09a - Was ist, wenn einer von uns stirbt?! ...

In diesem Jahr beschäftigten sich einige Klassen mit der Frage nach dem Tod. Der Suizid von Robert Enke war im Herbst ein wichtiges Thema. Doch noch viel tiefgreifender war der Unfalltod einer Freundin, die auf dem Nachhauseweg von einem Zug erfasst worden war. Die Fassungslosigkeit und der Schock  waren groß. Das Angebot im Religionsunterricht war, der Trauer Platz zu geben und sich mit Tod und Sterben einmal gründlich auseinander zu setzen.

Das ist das Ergebnis von zwei Monaten ängstlichen und doch neugierigen Fragens:

-          Anscheinend wird die Angst vor dem Sterben umso größer, je mehr man vor dem Tod davon rennt.

-          Sterben passiert nicht von jetzt auf nachher. Sterben ist ein Entwicklungsprozess, an dessen Ende „Loslassen" und Abschiednehmen die schwierigsten Aufgaben sind. Das gilt für den Sterbenden, aber auch für seine Angehörigen.

-          Bei einem Unfall muss das Loslassen anschließend passieren und ist deshalb so schwierig, weil der, der gestorben ist, nicht mehr dabei sein kann.

Schließlich lernte die Klasse die Hospiz-Bewegung kennen und entdeckte, dass es auch so etwas wie einen „guten Tod" gibt: Ein Tod, der das Leben vollendet, ganz gleich wie lange oder wie kurz man gelebt hat.

Die SchülerInnen wollten überprüfen, ob das, was sie im Unterricht erarbeitet hatte, auch wirklich stimmte. Sie machten deshalb einen Besuch im stationären Hospiz Elias in Ludwigshafen und die Arbeitsergebnisse hielten der praktischen Prüfung stand ...

Einige Monate später griff eine andere Klasse die Frage nach dem guten Tod wieder auf: Die Bf2Te09 mit ihrem Jahresprojekt „Was geht's mich an?! ..." Die folgenden Bilder stammen aus beiden Unterrichtsgängen.


BF1Me09b - Hitler und die Religion

BF1Me09b - Hitler und die Religion

Die BF1Me09b suchte sich zu Beginn des Schuljahres ein besonders schwieriges Thema aus. Die Schüler fragten sich, ob Hitler ein religiöser Mensch war und ob das ein Teil seiner bis heute wirkenden Faszination ausmacht. Denn immer noch gibt es Menschen, die ihn bewundern.

Gerade in letzter Zeit wird die Religiosität Adolf Hitlers immer mehr thematisiert. In der Klasse musste jedoch erst einmal geklärt werden, was Religion überhaupt ist. Die Jugendlichen stellten dabei fest, dass Religion eine Haltung ist, die immer wieder neu nach dem Leben fragt und deshalb Lebenserfahrungen sehr wichtig nimmt, die eigenen wie die von anderen schon gemachten Erfahrungen. Diese Erkenntnis wurde dann auf Hitler angewendet.

Das Ergebnis:

Hitler war zu Beginn ein suchender Mensch, einer der viele Fragen hatte und klare Antworten wollte. Hitler suchte Vorbilder und nutzte deren Einstellungen und Erfahrungen. Eines seiner wichtigsten Vorbilder war z.B. Richard Wagner.  Später nutzte Hitler allerdings sein gefundenes Weltbild, um seine Macht durchzusetzen. Ganz wichtig war ihm die Jugend, denn Jugendliche suchen und sehnen sich nach Antworten und sind deshalb leicht zu beeinflussen. Und Jungendliche wollen eigene Erfahrungen machen, unabhängig von Eltern und anderen Erwachsenen. Die Klasse entdeckte bei der Untersuchung von HJ und BDM viele religiöse Elemente wie feste Rituale, Identitätsangebote, Traditionen, Vorbilder. Aber sie entdeckte auch, dass Jugendliche damals in diesen Vereinen ernst genommen wurden. Auch das tut Religion: sie nimmt den Menschen ernst und will, dass er glücklich ist.

Dass es Hitler aber nicht wirklich um das Glück des Einzelnen ging und dass nur Blinde noch immer Hitler bewundern können, dass erfuhr die Klasse auf einer Fahrt ins KZ Struthof. Eindrücke und Bilder finden sich unten.

 


Wegmarken - Ein Langzeit-Projekt in der Berufsfachschule 2

Wegmarken - Ein Langzeit-Projekt in der Berufsfachschule 2

 

Auch in diesem Schuljahr hat die BF2Te im Religionsunterricht ein großes Thema der Menschheit bearbeitet.:

„Was geht's mich an?! - Der ewige Kampf zwischen Gut und Böse ..."

Neu in diesem Jahr war der literarische Schwerpunkt durch Bernhard Schlinks „Der Vorleser". Der Impuls dazu kam aus dem Deutschunterricht und sollte sich als Glücksgriff erweisen.

Hinzu kam der Versuch, wieder einen Projektpartner zu finden, der kritisch hilft, die Projektthemen auch einmal von einer anderen Seite zu betrachten. So wurden dieses Jahr erste Kontakte zu den Straßenjungs der jungen Ärztin Sabine Krienke geknüpft (www.kolkata-help.de )

Die Erfahrungen und Ergebnisse dieser Jahresarbeit finden sich auf der Projekt-Website der BF2Te09:
http://aasft.rp.lo-net2.de/bf2te09/.ws_gen/?1

Ein Bilderarchiv findet sich unter http://www.facebook.com/home.php?#!/photo.php?pid=255638&id=1754304506


Kloster auf Zeit

Kloster auf Zeit - Das Leben von einer Insel aus betrachten

Inseln sind Erdteile, die den Kosmos im Kleinen abbilden. Sie sind fast leer und deshalb haben sie viel Platz um nachzudenken. Die BF2Te09 fuhr im April 2010 in das Benediktinerkloster St. Matthias in Trier. Die Schüler wussten von der Vorgängerklasse, dass es sich dort vorzüglich nachdenken lässt ohne dass Spaß und Gemeinschaftsleben zu kurz kommen.

Die Powerpoint-Präsentation gibt einen Einblick in die Erkenntnisse, die die SchülerInnen im Rahmen ihres Jahresthemas mit nach Hause nehmen konnten.

 

PP-Präsentation


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Ende der Anmeldefrist für Wahlschulen



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